BDEW veröffentlicht Daten zur Gas- und Stromwirtschaft 2012

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) hat ausführliche Daten zur "Entwicklungen in der deutschen Strom- und Gaswirtschaft 2013" im Vergleich zum Vorjahr veröffentlicht. Bei den Daten handelt es sich um vorläufige und teils geschätzte Zahlen.

 

Stromerzeugung steigt, Stromverbrauch sinkt

In Deutschland stieg die Brutto-Stromerzeugung im Jahr 2012 im Vergleich zu 2011 um 1,3 Prozent von 608,8 Mrd. Kilowattstunden auf 617 Mrd. Kilowattstunden. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung stieg dabei von 20,3 auf 21,9 Prozent. Bei den konventionellen Energien sank der Anteil der Kernenergie von 17,7 auf 16 Prozent und der Anteil der Stromerzeugung aus Erdgas von 13,6 % auf 11,3 %. Bei den anderen fossilen Energieträgern Steinkohle, Braunkohle und Heizöl stieg der Anteil jeweils leicht an.

Der Stromverbrauch in Deutschland ist 2012 um 1,4 Prozent zurückgegangen, der Gasverbrauch hingegen ist geringfügig um ein Prozent gestiegen. Laut BDEW seien diese Entwicklungen unter anderem auf die insgesamt kältere Witterung im Vergleich zum Vorjahr, den Schalttag im vergangenen Jahr sowie auf eine verhaltene konjunkturelle Entwicklung zurückzuführen.

Historischer Höchstwert bei Stromexport

"Wir haben beim Stromaustausch ins Ausland einen historischen Höchstwert erreicht…", so Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW.
Am meisten Strom wurde im Jahr 2012 aus den Nachbarländern Frankreich, Dänemark und Tschechien importiert, während überwiegend in die Niederlande, nach Österreich und in die Schweiz Strom exportiert wurde. Insgesamt weist der Stromhandel von Januar 2012 bis Oktober 2012 im Saldo einen Überschuss ins Ausland von 17 Mrd. Kilowattstunden auf. Für das gesamte Jahr rechnet der BDEW mit ca. 23 Mrd. kWh überschüssigen Stromexport ins Ausland.