Die EEG-Umlage 2013

Endlich ist es offiziell. Die vier großen Netzbetreiber Deutschlands haben den exakten Betrag für die EEG-Umlage 2013 veröffentlicht.

 

Die EEG-Umlage 2013: knapp 5,3 ct/kWh

Die vier Netzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben heute Vormittag ihre Berechnung zur Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage für 2013 veröffentlicht. Das Dokument können Sie von der Webseite der Netzbetreiber eeg-kwk.net als PDF herunter laden: Prognose und Berechnung der EEG-Umlage 2013. Die Pressemitteilung kann man ebenfalls von eeg-kwk.net laden: Pressemitteilung zur Veröffentlichung der EEG-Umlage 2013.

Laut Netzbetreiber wird die EEG-Umlage für das Jahr 2013 bei 5,277 cent pro Kilowattstunde liegen.
Die Umlage liegt zur Zeit (2012) bei 3,592 ct / kWh und steigt am 01.01.2013 somit um fast 50% und 1,748 ct an (genau: 46,9%). Für den Strompreis 2013 bedeutet das eine theoretische Erhöhung um mindestens 2 cent pro Kilowattstunde.
Weitere Informationen zur EEG-Umlage.

Altmaier: Schuld ist das rot-grüne EEG

In einem Interview vom Sonntag mit der BILD gibt Umweltminister Altmaier die Schuld für die Kostenexplosion an die Rot-Grüne Regierung weiter, die im Jahr 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz auf den Weg brachte. Damals sei nicht überlegt worden, wie sich die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Griff halten liessen, so Altmaier gegenüber der BILD.

Das EEG wurde mehrmals novelliert

Wir finden, die Bundesregierung hätte von 2005 bis heute 2012 genügend Zeit gehabt das EEG nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Auf jeden Fall seit dem Machtwechsel Im Herbst 2009 bis jetzt. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz von 2000 wurde bis jetzt immerhin dreimal novelliert (überarbeitet) und mit der Photovoltaik-Novelle 2012 ergänzt:

  • 2004: ebenfalls unter SPD / GRÜNE
  • 2009: Große Koalition, CDU / SPD
  • 2012: CDU/CSU / FDP
  • Juni 2012, Photovoltaik Novelle: CDU/CSU / FDP

Kann man da noch ernsthaft eine Schuld- / Mitschuldzuweisung an die Macher der ersten Version des EEG machen?!

Altmaier: Anstieg der EEG-Umlage war nicht absehbar

Zitat Altmaier gegenüber BILD: "Der Anstieg der EEG-Umlage in dieser Höhe war vor einem Jahr nicht absehbar."

Merkwürdig! Eigentlich müsste der Bundesregierung ein recht wahrscheinlicher Anstieg der EEG-Umlage schon vor einem Jahr aufgrund der Mittelfristprognose der Übertragungsnetzbetreiber bekannt gewesen sein.

Mittelfristprognose der Netzbetreiber

Die Übertragungsnetzbetreiber sind gemäß § 3 Abs. 3 AusglMechAV verpflichtet, bis zum 15. November eines Kalenderjahres die realistische Bandbreite der EEG-Umlage des übernächsten Jahres (d.h. in 2011 für 2013) zu prognostizieren und die Prognose zu veröffentlichen.
Die von den Netzbetreibern zum 15.11.2011 prognostizierte Bandbreite für die EEG-Umlage 2013 lag zwischen 3,66 ct und 4,74 ct/kWh! (Quelle: Jahres-Mittelfristprognosen auf eeg-kwk.net). 2011 lag die Umlage bei 3,53 ct/kWh.