Kürzung der Solarförderung ist beschlossene Sache

 

Reform EEG 2012

Die Fraktionen von Union und FDP einigten sich auf eine Reform 2012 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die nun erst zum 1. April wirksam werden soll.

Vorausgegangen war der monatelange Streit zwischen Wirtschaftsminister Philip Rösler und Umweltminister Norbert Röttgen hinsichtlich der zukünftigen Förderung von Solarenergie und der Haltung zu Vorschlägen der EU-Kommission für mehr Energieeinsparung. In der am 22. Februar erzielten Einigung wurde eine deutliche Kürzung der Solarförderung vorgeschlagen, die nach dem Willen von Rösler/Röttgen schon zum 9. März in Kraft hätte treten sollen.

Kürzung der Solarförderung 2012

Die nun beschlossene Novellierung des EEG sieht unter anderem die Kappung der Einspeisevergütung von Solarstrom bei Neuanlagen von 20 bis fast 30 Prozent vor, gestaffelt nach Leistung der Solaranlage. Für kleinere Dachanlagen bis zu 10 Kilowatt Leistung wird es demnach nicht mehr wie bisher 24,43 Cent Einspeisevergütung je Kilowattstunde Strom geben, sondern nur noch 19,5 Cent. Zudem werden nur noch bis 90% des erzeugten Stroms vergütet, den Rest muss der Erzeuger selber verbrauchen oder anderweitig vermarkten.

Die Gründe der Kürzung liegen zum Teil in der in den letzten Jahren unerwartet stark gestiegenen Anzahl von Neuinstallationen von Photovoltaikanlagen und den damit verbundenen hohen Kosten für die Förderung. Allein über 22Mrd Euro kostete 2011 die Förderung nach internen Berechnungen des Bundesumweltministeriums (Quelle: ZDF/WISO). Die Kosten werden indirekt über die EEG-Umlage auf die Endverbraucher von Strom abgewälzt. Laut Experten kostet den Verbraucher die Subvention von Solarstrom derzeit etwa zwei Cent pro Kilowattstunde, was durchschnittlich eine Summe von 70 Euro im Jahr ausmacht.

Sonnenenergie bleibt trotzdem rentabel

Laut dem ZDF Wirtschaftsmagazin WISO bleibt die Neuinstallation einer Solaranlage auf dem Dach unter bestimmten Bedingungen immer noch rentabel.
Einerseits solle man versuchen möglichst viel des erzeugten Stroms selber zu verbrauchen, andererseits müsse man bei der Planung versuchen, einen Anlagenpreis von ca. 2000 Euro pro Kilowatt Leistung zu realisieren. So würde die Rendite auch deutlich über drei Prozent liegen.