Stromverbrauch: fast ein Viertel durch Kommunikations- und Unterhaltungstechnik

Eine aktuelle Studie zum "Stromverbrauch nach Anwendungszwecken der privaten Haushalte" kommt zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2011 schon fast ein Viertel des Verbrauchs in bundesdeutschen Haushalten auf das Konto von Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik ging. In der Studie, die von der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA), dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der EnergieAgentur.NRW in Auftrag gegeben wurde, wertete das Münster Forschungsinstitut EEFA Daten von über 450.000 Online-Stromchecks aus.

 

24,6% des Stromverbrauchs durch Fernseher, Computer & Co

Stromverbrauch private Haushalte nach Anwendungsarten 1996 2011

Stromverbrauch private Haushalte nach Anwendungsarten, Vergleich 1996 2011, Quelle: BDEW

Die Studie zeigt auf, dass sich der Anteil des Stromverbrauchs in privaten Haushalten im Bereich der Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik in den letzten 15 Jahren mehr als verdreifacht hat. Lag der Anteil von TV, Audio und Büro im Jahr 1996 bei nur 6,7%, so waren es 2011 schon 24,6%.
Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, betont, dass anders als bei Haushaltsgeräten der Stromverbrauch von Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik noch immer unterschätzt würde.
HEA Geschäftsführer Jan Witt nennt als Ursache die in den letzten Jahren deutlich angestiegene Gerätezahl, Nutzungsdauer und Bildschirmgröße. Laut BDEW hatte 1996 nur jeder vierte Haushalt einen PC, heute seien es schon vier Fünftel. Viele Haushalte besäßen zudem Zweit- und Drittgeräte. Notebooks und Computer würden heute im Schnitt ca. fünf Stunden täglich gebraucht. Hinzu gekommen seien eine Vielzahl von Geräten wie Router, Drucker, Aufnahme- und Abspielgeräte, SAT-Receiver, usw., die nicht nur während der Nutzungszeit Strom verbrauchen, sondern auch im Stand-By-Betrieb.

Tipps: Auf Energieeffizienzlabel und Stromverbrauch achten

Der BDEW rät beim Kauf von Neugeräten, gezielt nachzufragen und zu vergleichen. Insbesondere solle man auf die Energieeffizienz des Geräts achten, die auf dem Energielabel ausgewiesen ist. Das Umweltsiegel "Blauer Engel" des Umweltbundesamtes zeichnet zudem Geräte mit besonders niedrigem Energieverbrauch aus.
Im Artikel "Tipps für den Kauf von Fernsehern" haben wir für Sie viele weitere Tipps zusammengestellt, insbesondere hinsichtlich der Bildschirmdiagonale und des Stromverbrauchs.
Wie Sie bei der Nutzung von Unterhaltungselektronik und Kommunikationstechnik viel Energie sparen können, lesen Sie im Artikel "Strom sparen mit Steckerleisten".