Baden, Duschen, Körperpflege

Jeden Tag verbringen wir einige Zeit mit der Körperfpflege. Neben der Bereitung von Warmwasser spielen hier auch viele kleine Elektrogeräte eine Rolle beim Energieverbrauch. Wie sie im Bad bei Körperpflege und Toilette sparen können, lesen Sie unten.

 

Duschen statt Baden

Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich gerne ein schönes, warmes Vollbad gönnen, am besten so oft wie möglich? Gut, nur sollten Sie sich nicht wundern, wenn Ihre Nebenkosten- und/oder Stromabrechnungen ungewöhnlich hoch sind.
Baden verbraucht viel Wasser und je nachdem wie ihr Warmwasser bereitet wird, viel Strom bzw. Gas oder andere Energie.
Das Füllvolumen von heute gebräuchlichen Standard-Badewannen beträgt zwischen 140 und 180 Liter. Beim "normalen" Duschen verbrauchen Sie aber mit neueren Duschköpfen oder bei Durchlaufreduzierung am Wasserhahn wesentlich weniger Wasser und somit weniger Energie. Gebräuchliche Handbrausen haben einen Wasserdurchfluss von gut 10 Liter pro Minute. Um auf 140 bis 180 Liter zu kommen, müssten Sie dann schon mindestens 14 Minuten Duschen. So lange duscht man aber wohl eher selten.

Auf sparsame Duschbrausen umrüsten

Seit einiger Zeit gibt es sehr wassersparende Duschbrausen. Diese weisen einen sehr geringen Durchfluss auf, oft nur 6 Liter pro Minute, ohne dass man dabei das Gefühl hat unter einem "Rinnsal" zu stehen. Bei diesen Sparduschköpfen wird durch eine spezielle Technik viel Luft in den Strahl gepumpt, so dass ein angenehmes Duschgefühl erhalten bleibt.

Wenn Sie selber ausprobieren wollen, wieviel Wasser Ihre Dusche verbraucht, gehen Sie einfach wie folgt vor:

  • Sie brauchen einen 10 Liter Eimer und eine Stoppuhr, oder eine Uhr mit Sekundenanzeiger
  • Stellen Sie den Eimer in die Dusche, bzw. in die Wanne
  • Füllen Sie den Eimer mit derselben Einstellung wie beim Duschen über die Handbrause mit Warmwasser
  • Messen Sie die Sekunden bis die 10 Liter im Eimer voll sind.

Mit der folgenden Formel errechnen Sie dann den Wasserdurchfluss:
60 (Sekunden) x 10 (Liter) / gemessene Zeit (Sekunden) = Wasserdurchfluss (Liter) pro Minute
Beispiel:
Hat es 50 Sekunden gedauert, bis die 10 Liter voll waren, dann hat Ihre Brause einen Durchlauf von:
60 x 10 / 50 = 12 Liter pro Minute

Mit einer wassersparenden Brause mit nur 6 Liter Durchfluss könnten Sie hier demnach schon 50% Wasser und Energiekosten sparen.

Thermostat richtig einstellen

Wenn zur Warmwasserbereitung ein Durchlauferhitzer (Strom oder Gas) ohne Warmwasserspeicher zur Verwendung kommt, dann könnten Sie sofern möglich, den Temperaturregler im Durchlauferhitzer für Warmwasser vor dem Duschen richtig einstellen.
Im Normalfall ist die Warmwassertemperatur viel höher eingestellt, als sie beim Duschen benötigt wird. Es muss kaltes Wasser über den Handmischer hinzugefügt werden, damit das Wasser nicht zu heiß aus der Brause kommt. Dadurch wird aber unnötig Energie verbraucht, denn das Warmwasser wird ja trotzdem auf die hohe Temperatur aufgeheizt.

Die optimale und energiesparendste Duschwassertemperatur liegt dort, wo kein kaltes Wasser mehr hinzu geregelt werden muss, und Sie die Temperatur als angenehm empfinden.
Tipp: versuchen Sie es mal bei ca. 47°.

Achtung: Der obige Tipp gilt nur für Durchlauferhitzer ohne Warmwasserspeicher mit kurzen Wasserleitungen vom Erhitzer zur Dusche, da in solchen Systemen die Wahrscheinlichkeit von hohem Legionellenbefall gering ist. Bei anderen Warmwasserbereitungssystemen sollte die Wassertemperatur nicht unter 60° liegen! Legionellen sind Bakterien (Legionella Pneumophila), die wenn sie mit Wasserdampf in die Lunge gelangen, die Legionellose (Legionärskrankheit) auslösen können. Bei Temperaturen ab 60° wird die Vermehrung der Bakterien stark eingeschränkt.

Weitere Tipps für Duscher

  • "Kurz und knackig" lautet die Devise. Duschen macht Spass, aber achten Sie trotzdem darauf, dass Sie nicht zu lange unter der Brause verbringen.
  • Beim Einseifen könnten Sie die Durchlaufmenge am Mischer reduzieren oder ganz abstellen.
  • Vielleicht müssen Sie nicht jeden Tag duschen oder Haare waschen? Das schont Ihre Haut/Haare und reduziert Kosten.

Sinnvoller Gebrauch von Warmwasser

Achten Sie mal auf Ihre Gewohnheiten. Benutzen Sie z.B. bei der Morgentoilette oder zum Händewaschen immer warmes Wasser?
Jedes mal wenn Sie den Warmwasserhahn aufdrehen, zieht der Durchlauferhitzer kräftig Strom, bzw. verbraucht Gas. Oft muss man wegen längerer Wasserleitungswege einige Zeit warten, bis endlich warmes Wasser aus dem Hahn kommt. So wird sinnlos Energie verschwendet. Das gilt auch wenn kein Durchlauferhitzer bei der Warmwasserbereitung beteiligt ist: verbrauchtes Warmwasser wird durch kaltes ersetzt, welches dann erst wieder unter Aufwand von Energie aufgeheizt werden muss.
Stellen Sie sich also einfach mal die Frage, ob Sie immer warmes Wasser brauchen, oder ob es auch kaltes tut?

Gaspreise und Strompreise vergleichen

Wird Ihr Warmwasser in einer Gastherme oder einem Strom-Durchlauferhitzer erhitzt? Dann sollten Sie die Energiepreise anderer Energieanbieter mit Ihrem aktuellen Tarif vergleichen und gegebenenfalls zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Mit einem Wechsel zu einem günstigeren Strom- und/oder Erdgasversorger, können Sie bis zu mehrere hundert Euro pro Jahr sparen!