Elektrogeräte für Körperpflege und Wellness

Klar, der Großteil des Energieverbrauchs in Badezimmer und Dusche geht auf Kosten der Warmwasserbereitung. Dennoch spielen auch die vielen Elektrogeräte, die für Körperpflege und Wellness bestimmt sind eine Rolle. Mal sehen, was wir in unserem Bad vorfinden könnten: Haartrockner (Föhn), Hairstyler, Rasierapparat, Lockenstab, Haarglätter, elektrische Zahnbürste, Epiliergerät, Haarschneidegerät und Barttrimmer, Körperwaage…

 

Die Stromfresser

Am wenigsten ins Gewicht bei der Energiebilanz fallen hier die Geräte mit niedrigem Verbrauch: Rasierer, Epilierer, Trimmer, elektrische Zahnbürste, etc. Neuere Rasierer haben z.B. eine Leistungsaufnahme von um die 5 Watt, also gerade mal so viel bzw. wenig wie eine Energiesparlampe. Ältere Geräte können natürlich auch mehr verbrauchen.
Aktuelle Haarglätteisen haben eine Leistungsaufnahme zwischen 30 und 70 Watt. Lockenstäbe und andere Hairstyler weisen je nach Technik und Features einen sehr unterschiedlichen Energieverbrauch auf: zwischen 30 Watt (oder weniger) und 1000 Watt (oder mehr). Da sollten Sie schon genau auf die Herstellerangaben schauen.
Am meisten verbraucht immer noch der Föhn, der sicher auch am häufigsten in Haushalten vor- und zur Verwendung kommt.
Haartrockner verbrauchen je nach Modell zwischen ca. 800 Watt bis über 2200 Watt. Sehr gebräuchlich sind 2000 Watt Haartrockner.

Rechenbeispiel Haare föhnen

Ein kleines Rechenbeispiel zu Stromverbrauch und Kosten fürs Haare föhnen:
Wenn man sich täglich die Haare wäscht und bei voller Leistung von 2000 Watt (2 Kilowatt) föhnt, sagen wir mal ca. 3 Minuten pro Trocknung, dann macht das 3 Minuten x 365 Tage = 1095 Minuten im Jahr. Das entspricht 18,25 Stunden. Der Energieverbrauch liegt also bei 2 kW x 18,25 Stunden = 36,5 Kilowattstunden (kWh). Der durchschnittliche Strompreis pro kWh für private Haushalte lag 2011 laut der Agentur für Erneuerbare Energien bei ca. 26 Cent. Kosten: 36,5 kWh x 0,26 € = 9,49 €.
Es wurden also etwa 9,49 Euro im Jahr "verföhnt". Das scheint jetzt nicht gerade teuer, aber bedenken Sie, dass täglich auch noch andere Elektrogeräte verwendet werden und dass ja auch unter Umständen andere Familienmitglieder diese verwenden. Es summiert sich einiges, "Kleinvieh macht eben auch Mist".

Teures Wellness

Manches Komfort- und Wellnessgerät erweist sich als ein schöner Energieverschwender.
Beispiele: elektrische Händetrockner, die wie der Föhn bis über 2000 Watt Leistung aufnehmen. Gesichts-Solarien haben eine Leistung bis über 200 Watt. Ganzkörpersolarien oder Sonnenbänke können dann auch schon mal über 12000 Watt (!) haben. Fußsprudelbäder bis über 350 Watt, Sprudelmatten für Badewannen bis über 1100 Watt, undsoweiter undsofort... (die Liste könnte man noch um einige Beispiele erweitern)

Energiespartipps

Niedrigere Stufe verwenden

Bei Geräten die verschiedene Schaltstufen anbieten wie zum Beispiel Haartrockner, sollten Sie die kleinere oder kleinste Stufe verwenden, um Energie zu sparen. Schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Haare.

Nutzen abwägen und über Alternativen nachdenken

Ansonsten kann man nur den gutgemeinten Tipp geben: Wenn Sie Energie sparen möchten, müssen Sie letztendlich Ihre Gewohnheiten überprüfen und hinterfragen.
Benötige ich dieses elektrische Gerät wirklich? Muss ich es immer verwenden? Gibt es Alternativen, die viel weniger oder besser gar keine Energie bei der Anwendung verbrauchen (z.B. analoge Personenwaage, die genauso gut, vielleicht sogar besser wiegt als eine billige digitale Waage. Oder: herkömmliche Zahnseide anstatt der "Dentalstation", usw...)?

Warum Duschen besser ist als Baden lesen Sie im Artikel "Baden, Duschen, Körperpflege"